Kai Kretschmann gehörte zum ersten Bachelor-Jahrgang am Arena Campus in Düsseldorf. Während des Studiums schnappte er sich eine Festanstellung im Fußballgeschäft. In seiner Bachelorarbeit schrieb der 25-Jährige in Zusammenarbeit mit der SpVgg Greuther Fürth über die konzeptionelle Einbindung des Grundlagenbereichs (U8-U12) in das Nachwuchsleistungszentrum.

Hallo Kai, Du warst im ersten Bachelor-Jahrgang am Arena Campus – wie lief das Studium?

Der Anfang war wirklich gewöhnungsbedürftig, gerade was das wissenschaftliche Arbeiten anging. Das kannte ich so nicht. Durch viel Hilfe und Engagement der gesamten Studienleitung konnte ich mich hier rein arbeiten und feststellen, dass das wissenschaftliche Arbeiten doch nicht so schlimm ist, wie anfangs gedacht. Das Studium hat Spaß gemacht!

Was waren denn deine Highlights?

Das ist keine einfache Frage. Es gab wirklich einige Highlights. Sicherlich gehören die Kaminabende zu den ganz speziellen Erfahrungen, mit teils sehr beeindruckenden Persönlichkeiten. Man lernt echt viele spannende Menschen aus dem Sportbusiness kennen.

Warum hattest du dich für das Studium am SBC entschieden?

Ich wollte nie studieren. Doch wollte ich unbedingt im Sport, speziell im Fußballbereich arbeiten. Da habe ich schnell gemerkt, dass das ohne Studium schwer wird. Als ich das Angebot des SBC gelesen habe, dachte ich mir: JETZT ODER NIE. Und es hat super gepasst!

Während des Studiums bist du via Praktikum an eine Festanstellung bei den Kickers Offenbach gekommen. Wie kam es dazu? Und was hast du da gemacht?

Als immatrikulierter Student bist du zum Pflichtpraktikum zugelassen. Das ist Grundvoraussetzung für ein Praktikum bei einem Fußballverein oder -verband. Tatsächlich hatte ich das große Privileg, bei allen drei Bewerbungen eine Zusage erhalten zu haben. Letztendlich zog ich die Regionalliga der 2. Bundesliga vor, da mir der damalige Geschäftsführer einen klaren Plan vorlegen konnte. Ich sollte mit dem Marketingleiter den Bereich weiter voranbringen. Das Hauptaugenmerk lag damals auf Schulkooperationen. In diesem Bereich habe ich ein Projekt entworfen, das ich damals noch eingeführt habe und bis heute weiterhin besteht. Zusätzlich habe ich dem Sportdirektor und damaligen Trainer, Oliver Reck, zugearbeitet und die kommenden Gegner graphisch dargestellt. Das lief alles super, sodass ich nach meinem Praktikum eine Festanstellung bekommen habe. Nach nur sechs Monaten hatte ich die Gelegenheit, in das Nachwuchsleistungszentrum zu wechseln und mich als administrativer Leiter weiter zu entwickeln. Während meiner Zeit ist es uns gelungen, mit der U15 in die Regionalliga und mit der U19 in die Bundesliga aufzusteigen. Zusätzlich nahm ich an DFB-Tagungen teil und saß auf einmal neben Lars Ricken, Leiter des Nachwuchsleistungszentrums von Borussia Dortmund, in einer Arbeitsgruppe. Das waren Erfahrungen die ich niemals vergessen möchte und werde.

Was machst du nun beruflich? 

Ich habe in der Corona-Pandemie die Branche gewechselt, da die Jobs im Fußballgeschäft rar wurden. Mittlerweile bin ich seit August 2020 als Junior Sales Manager für Geschäftskunden bei einem Telekommunikationsunternehmen angestellt.

Was nimmst du aus dem Studium mit?

Vieles. Gerade auf der Managementebene habe ich nun ein ganz anders Verständnis. Oft erwische ich mich, wie ich Prozesse und Arbeitsabläufe hinterfrage. Dann kommen mir viele Gedanken und Ideen aus der Studienzeit.

 Danke für das Gespräch und weiterhin viel Erfolg für deinen neuen Job!