Hallo, mein Name ist Yannick Beulcke,und ich bin Bachelor Studierender am SPORTBUSINESS CAMPUS, Jahrgang 2017

1. Sie sind im 6. Semester und schreiben gerade an Ihrer Thesis. Wie kommen Sie voran?

Ich komme relativ gut voran. Natürlich ist es ein wenig schwierig unter den momentanen Umständen den vollen Fokus auf die Thesis zu legen, aber ich glaube, dass das mir ganz gut gelingt. Ich arbeite nebenbei beim FC Würzburger Kickers und hier werde ich gut unterstützt, indem man mir auch die Freiräume und die Zeit einräumt, an meiner Thesis zu arbeiten. Es ist eine sehr intensive Zeit momentan, aber es sind alles herausfordernde Aufgaben, mit denen ich mich gerne beschäftige.

2. Welche Funktion haben Sie bei den Würzburger Kickers, seit wann sind Sie bei den #Rothosen und wie sind Sie zu Ihrer Stelle gekommen?

Zu den Würzburger Kickers bin ich über das 1. Speed Recruit in Fürth, das von einem meiner Kommilitonen organisiert wurde, gekommen. Nach einer Minute, in der ich mich in einem Pitch vielen Unternehmen der Sportbranche vorgestellt habe, konnte ich glücklicherweise noch am gleichen Tag im Vorstellungsgespräch überzeugen. Einige Wochen später bekam ich dann die Zusage.

Ich bin seit November 2019 bei den Würzburger Kickers als Praktikant angestellt. Hierbei bin ich hauptsächlich in den Bereichen Marketing, Ticketing und Koordination Kids-Club beschäftigt. Allerdings konnte ich auch bereits in andere Abteilungen ein wenig reinschnuppern. Im Ticketing bearbeite ich beispielsweise das Mahnwesen und helfe bei der Vorbereitung von Tageskasse und Arbeitskarten für Spieltage. Bei den KicKids, unserem Kids-Club, gibt es sehr verschiedene Aufgaben, die von Vermarktung und Organisation von Ausflügen und Aktionen bis hin zu Abrechnung und rechtlichen Angelegenheiten gehen. Im Marketing unterstütze ich hauptsächlich meinen Anleiter.

Momentan ist meine Hauptaufgabe den Verkauf von unserem #HeimspielgegenCorona zu koordinieren. Wir bieten für Fans, die uns in dieser Zeit unterstützen wollen, verschiedene Heimspielpakete an. Man kann symbolische Tickets erwerben, unter anderem auch in Kombination mit einem Fanschal oder einem Trikot. Es gibt auch VIP-Tickets, die dann als ein echtes VIP-Ticket bei einem Heimspiel in der Zeit nach Corona Gültigkeit gelten. Außerdem gibt es die Möglichkeit, sich mit seiner Unterschrift auf einer Unterstützerwand zu verewigen. Wir freuen uns, dass die Fans diese Möglichkeiten sehr zahlreich in Anspruch nehmen und uns in dieser schwierigen Zeit beistehen.

3. Wie ist es bei einem Traditionsverein zu arbeiten?

Es ist eine sehr spannende Aufgabe. Es fühlt sich auch wie richtiges Vereinsleben an. Jeder unterstützt jeden. Da passiert es dann auch mal, dass kurz vor Weihnachten von Praktikanten bis Vorstand jeder bei der Weihnachtsfeier und beim Versenden von Weihnachtsgeschenken hilft.

4. Welches Wissen, welche Erfahrungen, „lessons learned“ aus dem Studium wenden Sie in ihrer jetzigen Tätigkeit an?

Ich finde es schwer, hier eine feste Aufzählung festzumachen. Gerade im Bereich der Koordination der KicKids spielt fast alles Fachliche eine Rolle. Durch das Studium wurde ein grundlegendes Verständnis für das Sportbusiness nach und nach erarbeitet, von dem ich meiner Meinung nach sehr profitiere. Die verschiedenen Modelle aus dem Marketing waren für mich in meiner Arbeit von Vorteil. Auch konnte ich hier bei den Kickers sehr vieles lernen, da ich in viele Prozesse sehr mit eingebunden wurde. Ich finde die größte Lehre ist mir aber gewesen, dass man, wenn man Hilfe braucht, einfach danach fragen sollte. Dies habe ich sowohl im Studium als auch hier in meiner Tätigkeit erlebt. Klar sollte man die Dinge zunächst selbst versuchen, aber man ist von Leuten umgeben, die in ihren Gebieten Experten sind und von denen man einiges lernen kann. Man kann von jedem etwas für sich mitnehmen. Hier sollte man stets offen für Hilfe sein, da sie immer einen Mehrwert bietet.

5. Es ist gerade eine sehr herausfordernde Zeit für Fußballclubs. Wie gestalten Sie die spielfreie Zeit in der Kommunikation?

Natürlich ist es gerade eine schwierige Zeit für Fußballclubs. Wichtig ist es aber meiner Meinung nach, diese Krise auch als Chance zu sehen. Wir versuchen uns auf verschiedene Fälle vorzubereiten und zu planen. Wir sind der Meinung, dass wir in dieser Zeit einander helfen müssen. Wir sind nicht das einzige Unternehmen, das unter dieser Krise leidet. Viele unserer Partner stehen auch vor großen Herausforderungen, weswegen wir unsere Reichweite nutzen, um sie mit unserer Aktion #Rothosenhelfen zu unterstützen.

Unseren Fans versuchen wir trotzdem noch Mehrwerte zu bieten. Unser Heimspiel gegen Corona, ein Designwettbewerb und auch eSport-Turnier sind hier Aktionen, die wir gestartet haben. Der Entwurf des Siegers unseres Designwettbewerbs wird als Fanartikel verkauft werden. In unserem eSport Turnier gab es die Möglichkeit, auch auf den ein oder anderen Mitarbeiter zu treffen und mit Dominik Widemann war sogar einer unserer Profis dabei, der das Turnier auch gewinnen konnte und den Gewinn zusammen mit einem signierten Trikot für einen guten Zweck versteigert hat. Mit dem Erlös werden die Mainfränkischen Werkstätten unterstützt.

6. Sie sind auf der Zielgerade Ihres Studiums. Welche Erinnerung kommt Ihnen sofort vor Augen, wenn Sie an Ihre Zeit an Ihrem Campus zurückdenken?

Es gibt viele Momente, an die ich gerne zurückdenke. Beispielsweise das Planspiel im zweiten Semester, bei dem man gegen verschiedene Gruppen antrat, hat mir sehr viel Spaß gemacht und war auch sehr lehrreich. Ich werde da auch nicht vergessen, wie wir abends zusammen als Kommilitonen auf der Haupttribüne in Fürth einfach gemütlich zusammensaßen. Ich habe hier eine sehr prägende Zeit erlebt. Ich habe direkt nach dem Abitur am SPORTBUSINESS CAMPUS angefangen zu studieren und habe hier drei schöne Jahre verbracht. Die „Auswärtsfahrten“ zu den anderen Campus nach Berlin oder auch zum deutschen Fußball-Internat in Bad Aibling waren klasse, da man neue Leute kennenlernen konnte und es sich immer ein bisschen wie Klassenfahrt angefühlt hatte.

7. Abiturienten, die auf der Suche nach einem Studienplatz sind, wie würden Sie denen den SPORTBUSINESS CAMPUS beschreiben bzw. empfehlen?

Ich würde den SPORTBUSINESS CAMPUS als große Chance beschreiben. Man bekommt eine fachlich gute Ausbildung von Dozenten, die häufig aus der Praxis kommen und echte Experten auf ihrem Fachgebiet sind. Die Vorlesungen sind sehr praxisorientiert und die regelmäßigen Kaminabende mit Experten im Sportbusiness bieten auch die Möglichkeit, direkten Einblick in die Praxis zu bekommen. Außerdem ist man mit vielen Gleichgesinnten zusammen, die alle eine Karriere im Sportbusiness verfolgen und zusammen kann man sich bei diesem Ziel gut unterstützen und auch gut Kontakte knüpfen. Wenn man diese Chance gut nutzt, kann man sich hier ein gutes Netzwerk aufbauen und sich gepaart mit seinem Fachwissen eine gute Grundlage für eine Karriere im Sportbusiness legen.