1. Sie sind im 6. Semester und schreiben gerade an Ihrer Thesis. Wie kommen Sie voran?

Ich komm gut voran und im Prinzip fehlt nur noch das Lektorat. Abgesehen davon, dass wir kurz vor der Abgabefrist stehen, war die Thesis für mich zeitlich gut durchgetaktet, so dass ich nicht zu viel Stress hatte. Aber trotzdem steckt viel Schweiß und harte Arbeit in der Thesis – geschenkt wird einem leider nichts.

2. Sie arbeiten bei E/D/E. Welche Funktion haben Sie dort, seit wann sind Sie dabei und wie sind Sie zu Ihrer Stelle gekommen?

Das E/D/E ist Europas größter Einkaufs- und Marketingverbund im Produktionsverbindungshandel. Das mag etwas trocken klingen, dahinter stecken aber jede Menge namhafte Unternehmen, die Mitglieder sind und für die u. a. Marketingaktivitäten geplant und durchgeführt werden. Es kann zum Teil also als Dienstleistungsagentur angesehen werden. Ich persönliche arbeite dort seit März diesen Jahres im Projektmanagement für Katalogprodukte.

Was relativ simpel klingt ist in der Praxis hochkomplex, wenn ein Katalog über 1.000 Seiten beinhaltet und gleichzeitig unterschiedliche Inhalte für bspw. 80 Abnehmer liefert, geht es darum, den Überblick zu behalten und mit allen intern und externen Stellen das Projekt bis zum Ziel zu führen. Ein solches Projekt kann vom Kick-Off bis zum fertigen Produkt gerne bis zu 1,5 Jahren dauern und man arbeitet natürlich nicht nur an einem Katalog.

Den Job habe ich über einen Kontakt bekommen, welchen ich schon vor der Uni-Zeit hatte. Zwar war die Stelle öffentlich ausgeschrieben aber der persönliche Kontakt zu einer Mitarbeiterin im Team war dabei sehr hilfreich. Das zeigt auch, dass das persönliche Netzwerk zu jederzeit hilfreich sein kann, egal wie lange der Kontakt schon besteht.

3. Wie ist es bei einer solchen Institution zu arbeiten?

Es ist sehr interessant. Man erfährt immer wieder neues, was hinter den Kulissen passiert und vermutlich in jedem Unternehmen oder Verein der Fall sein wird, aber nie an die Öffentlichkeit gerät. Ich hatte schon die Möglichkeit bei einem anderen Marktführer zu arbeiten, aber die Prozesse in diesem Job sind noch einmal komplexer. Man lernt definitiv die Unterschiede zwischen großen Mittelständlern und bspw. kleinen Familienunternehmen. Letztendlich muss man für sich persönlich entscheiden, was einem lieber gefällt. Aber ich lerne täglich dazu und es wird noch einige Zeit dauern, bis ich wirklich fest im Sattel sitze.

4. Welches Wissen, welche Erfahrungen, „lessons learned“ aus dem Studium wenden Sie in ihrer jetzigen Tätigkeit an?

Aufgrund meiner Tätigkeit ist es natürlich in erster Linie das Modul des Projektmanagements, welches mich tagtäglich begleitet. Es ist schon sehr interessant, wenn quasi jeder einzelne Schritt des Moduls in der Praxis 1-zu-1 so abläuft wie beschrieben. Das spricht für den Praxisbezug der Dozenten. Oftmals denkt man sich „in der Praxis sieht das ganz anders aus“, aber die Erfahrung habe ich bisher nicht gemacht. Ansonsten sind natürlich die Basics des gesamten Studiums für mich von Vorteil, um Zusammenhänge zu sehen und auch verstehen zu können. Und wie eigentlich überall gilt auch hier: sprechenden Menschen kann geholfen werden. Das ist nicht nur in der Uni so, sondern auch im Job – man kann nicht ab dem ersten Tag alles wissen, man muss sich nur trauen zu fragen. Erst dann kann man erfolgreich seiner Arbeit nachgehen.

5. Es ist gerade durch Corona eine sehr herausfordernde Zeit für alle. Wie gestalten Sie die Zeit?

Für mich persönlich war es gar nicht eine so große Einschränkung. In solchen Zeiten merkt man wieder, dass sich die Menschen anpassen können und immer Lösungen gefunden werden – auch wenn das für manche Branchen sehr schwer wird. Im Job wechseln wir zwischen Home Office und Anwesenheit vor Ort. Dadurch können wir den empfohlenen Abstand einhalten und die Mitarbeiter werden geschützt. Mein Arbeitgeber ist da sehr vorsichtig und unternimmt vieles, um den Betrieb aufrecht erhalten zu können. Da privat in letzter Zeit hauptsächlich die Thesis auf dem Programm stand, gab es eh nicht großartig den Drang nach Aktivitäten, aber klar ist natürlich auch, dass die Normalität schöner und unbeschwerter ist. Corona schränkt ein und nervt vermutlich so ziemlich jeden, aber man passt sich an und freut sich auf die Zeit danach. Ändern können wir es eh nicht.

6. Sie sind auf der Zielgerade Ihres Studiums. Welche Erinnerung kommt Ihnen sofort vor Augen, wenn Sie an Ihre Zeit an Ihrem Campus zurückdenken?

In erster Linie ist das die örtliche Umgebung. Wer am SBC studiert oder studieren möchte, war mit Sicherheit auch schon bei einem Fußballspiel. Aber in den Logen der Arenen studieren zu können, während nebenan Fußballspiele stattfinden ist schon etwas Besonderes. Und dann sind da natürlich auch die Kommilitonen, die einen durch das gesamte Studium begleiten. Es sind die einzelnen Momente, die in Erinnerung bleiben, sondern das große Ganze. Wir haben alle zusammen viel erlebt, waren in Berlin, Fürth, Wolfsburg und beim Deutschen Fußball-Internat, da kommen schon einige schöne Momente zusammen, aber was beim Campus passiert, bleibt beim Campus.

7. Abiturienten, die auf der Suche nach einem Studienplatz sind, wie würden Sie denen den SPORTBUSINESS CAMPUS beschreiben bzw. empfehlen?

Der SBC war für mich die ideale Lösung um studieren und parallel arbeiten zu können. Der Aufbau des Studiums bietet so die Möglichkeit, in viele Bereiche des Sportbusiness hineinzuschauen, sofern man möchte. Auch war der sportliche Hintergrund für mich ausschlaggebend, da die Module für mich einfach verständlicher und greifbarer wurden. Zudem gibt es die persönliche Betreuung gepaart mit nötigem Freiraum. Man ist keine Nummer, wie möglicherweise in großen Hörsälen. Dadurch bieten sich auch genügend Gelegenheiten sein Netzwerk aufzubauen, was im Laufe der Zeit sicher hilfreich sein kann. Für mich war zudem wichtig, dass ich mit dem Abschluss nicht auf das Sportbusiness festgelegt bin, sondern trotzdem in der freien Wirtschaft arbeiten kann. Kurzum: Es bietet die Chance sich eine Basis für sein (weiteres) Berufsleben aufzubauen, ohne sich konkret festlegen zu müssen, wo man später arbeiten möchte.