1. Sie haben ja gerade Ihre Thesis abgegeben. Wie war die Zeit des Schreibens für Sie?

Da ich früh mit der Bearbeitung angefangen hatte, war die Zeit des Schreibens zum Glück nicht zu stressig. Eine kleine Hürde war jedoch die Corona Pandemie, weil die Bibliotheken auf einmal geschlossen wurden. Ich musste also auf viele Onlineressourcen zurückgreifen, aber das hat zum Glück auch gut funktioniert.

2. Sie arbeiten bei Volkswagen. Welche Funktion haben Sie dort, seit wann sind Sie dabei und wie sind Sie zu Ihrer Stelle gekommen?

Ich arbeite seit August 2017 in der Beschaffung von Volkswagen. In meiner Abteilung sind wir für neue Produktanläufe zuständig und kaufen für die zukünftigen Fahrzeuge Volkswagens die einzelnen Bauteile ein. Ich bin dabei für den administrativen Part zuständig und versende die Anfragen an die verschiedenen Lieferanten. Nach meinem Abitur habe ich eine dreijährige Ausbildung zur Automobilkauffrau bei Volkswagen absolviert und wurde im Anschluss fest eingestellt.

3. Wie ist es bei einem solchen Unternehmen zu arbeiten?

Die Arbeit ist sehr abwechslungsreich und nach mittlerweile fast drei Jahren in der Beschaffung lerne ich immer noch etwas Neues. Für mich ist es auch etwas besonderes ein Teil dieses großen Unternehmens zu sein. Während meiner Ausbildung war ich in den unterschiedlichsten Abteilungen eingesetzt und konnte viel vom Unternehmen kennenlernen. Vom Vertrieb über die Planung bis hin zur Beschaffung, man lernt überall etwas Neues und lernt das Unternehmen auf eine andere Weise kennen.

4. Welches Wissen, welche Erfahrungen, „lessons learned“ aus dem Studium wenden Sie in ihrer jetzigen Tätigkeit an?

Es ist spannend zu sehen, wenn man Themenbereiche wie Unternehmensführung, Projekt- oder Personalmanagement nun deutlicher in der Praxis wahrnimmt und im eigenen Unternehmen erkennt. Was ich für mich aber besonders mitnehme ist das erlernte Zeitmanagement und die Organisation. Wenn man neben der Arbeit studiert, muss man sich seine freie Zeit genaustens einteilen und darf nicht den Überblick verlieren. Davon werde ich auf jeden Fall auch in Zukunft profitieren.

5. Es ist gerade durch Corona eine sehr herausfordernde Zeit für alle. Wie gestalten Sie die Zeit?

Aktuell befinde ich mich im Home-Office und muss meine berufliche Tätigkeit von zuhause ausführen. Am Anfang war das eine ziemliche Umstellung, aber mittlerweile hat man sich sehr gut an die Situation gewöhnt. Aber ich freue mich auch darauf wieder ins Büro zurückzukehren, der persönliche Austausch mit den Kollegen fehlt nämlich am meisten.
Privat konnte ich die Zeit vor allem für meine Bachelorthesis verwenden, also hatten die Einschränkungen auch etwas gutes für mich. Jetzt nach der Abgabe steht vor allem ein bisschen Erholung an mit guten Büchern und Serien auf Netflix. Einmal die Woche habe ich jetzt auch wieder per Skype Spanischunterricht auf den ich mich wieder besonders freue. Wenn es Corona dann irgendwann wieder zulässt freue ich mich aber vor allem darauf mit meinen Freunden auszugehen.

6. Sie sind auf der Zielgerade Ihres Studiums. Welche Erinnerung kommt Ihnen sofort vor Augen, wenn Sie an Ihre Zeit an Ihrem Campus zurückdenken?

Die Vorlesungen im Stadion waren für mich immer ein Highlight. Auch die Aufenthalte an den Partnerstandorten, wie zum Beispiel in Fürth waren eine tolle Erfahrung und haben für viel Abwechslung gesorgt. Es hat immer sehr viel Spaß gemacht, vor allem mit meinen Kommilitonen. Ich habe viele tolle Menschen in dieser Zeit kennengelernt und bin sehr gespannt, welche Wege jeder in Zukunft einschlagen wird.

7. Abiturienten, die auf der Suche nach einem Studienplatz sind, wie würden Sie denen den SPORTBUSINESS CAMPUS beschreiben bzw. empfehlen?

Ich würde den SPORTBUSINESS CAMPUS empfehlen wenn man etwas sportverrückt ist und neben dem Studium Praxiserfahrungen sammeln möchte. Ich wollte gerne berufsbegleitend Betriebswirtschaft studieren und bin auf das Angebot des VfL Campus aufmerksam geworden. Da ich auch ein großer Fußballfan bin, war die Kombination aus BWL und Sport ideal. Die betriebswirtschaftlichen Themen wurden immer sehr praxisnah vermittelt und man hatte immer einen Bezug zum Sport. Durch die kleinen Gruppen hat man zudem viel mehr von der Vorlesung, als wenn man mit 100 anderen Kommilitonen im Hörsaal sitzt. Wenn man also gerne neben dem Studium Praktika absolvieren oder arbeiten möchte, würde ich es immer weiterempfehlen.